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  • 1890 Wolfshagen wird Luftkurort    Wolfshäger Fuhrleute holen Kurgäste vom Langelsheimer Bahnhof ab
  • Beim Heu machen
  • Freibad Wolfshagen im Harz
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1890 Wolfshagen wird Luftkurort    Wolfshäger Fuhrleute holen Kurgäste vom Langelsheimer Bahnhof ab1 Beim Heu machen2 Freibad Wolfshagen im Harz3 Gastwirtschaft Höfener 18924 Historische Kuhherde5 Kirche ockerfarben6 Köhlerei Wolfshagen im Harz7

Nach dem Jubiläum ist vor dem Fest

Burkhard Pahl (v.li.) überreicht Stefanie Kostorz gemeinsam mit Horst Immenroth und Frauke Wagner ein Herz, das für die 2020-Euro-Spende steht. Foto: Leifeld

Wolfshagen. Organisatoren des 700-Jahre-Festtrubels bedanken sich bei Unterstützern. Grundschule erhält den Reinerlös.

An insgesamt fünf tollen Tagen im März und Mai feierten der Ort Wolfshagen, seine Bürger und Gäste sowie alle Vereine ein großartiges Jubiläum zum 700. Geburtstag der urkundlichen Ersterwähnung des Ortes. Am Freitagabend galt es, allen organisierenden und helfenden Händen rund um den Festtrubel bei einer eigenen, kleinen Feier im Wölfi-Waldfreibad bei Grillgut und Getränken ein herzliches Dankeschön auszusprechen. „Ein besonderes Highlight war der Markt durch die Epochen“, erinnerte Ortsbürgermeister Burkhard Pahl an das bunte Programm, das am letzten Wochenende im Mai auf dem Festplatz am ehemaligen Kurpark oberhalb vom Jahnskamp auch viele auswärtige Gäste erfreute. „Wir haben ganz viel Lob von Auswärtigen bekommen“, berichtete Frauke Wagner aus dem Festkomitee.

Tolle Gemeinschaft

Und wie lautet das Resümee? Ja, geblieben sei nicht nur das gute Gefühl einer tollen Gemeinschaft. 23 Vereine und Sponsoren und jeder Bürger, der um Mithilfe gebeten wurde, haben mit angepackt, wiederholte Ortsheimatpfleger und 1.Vorsitzender des Bürgervereins Horst Immenroth, bei dem alle strategischen Planungsfäden zusammenliefen. Auch der Schaumeiler und der Rennofen verblieben zur Erinnerung an das Jubiläum auf dem Festgelände. Zudem wüchsen nun zwei neue Ahorn-Bäume auf dem Schulhof, gespendet zum Jubiläumsjahr von den Gästen aus der Partnergemeinde Stecklenberg (Sachsen-Anhalt) und dem MTV Wolfshagen.

„Unser gemeinsames Ziel war es mit einer schwarzen Null aus dem Festreigen herauszukommen“, erklärte Burkhard Pahl weiter. Und das sei nun, nachdem nahezu alle Abrechnungen vorlägen, sicher gelungen. Nutznießer des Reinerlöses in Höhe von 2020 Euro aus dem Konzertabend des Niedersächsischen Polizeiorchesters sei die Wolfshäger Grundschule und der Dankeschön-Abend bot den feierlichen Rahmen, die Geldspende nun an die 1. Vorsitzende des Schulvereins, Stefanie Kostorz, zu überreichen.

Beste Feierlaune

Und jetzt wird das 750-jährige Jubiläum anvisiert? „So lange wollen wir nicht warten“, erklärte Pahl in bester Feierlaune. Langweilig werde es im Ort ohnehin nicht. Am kommenden Wochenende sei Schützenfest und auch das „Bürgerfrühstück unter dem Kirchturm“ stehe noch vor der Tür. Aber generell wurde die ideale Lage des Festplatzes am Jahnskamp von allen 700-Jahre-Mitstreitern erkannt. „Vage geplant ist, in vielleicht drei bis fünf Jahren wieder ein ähnlich buntes Vereins- und Bürgerfest in Wolfshagen zu organisieren“, stellte Ortsbürgermeister Pahl in Aussicht.

Quelle: Goslarsche Zeitung
Von:     Andrea Leitfeld
Foto:    Andrea Leitfeld

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Wolfshagen schreibt Geschichte

Wolfshagen. Zum 700. Geburtstag feiert sich der Ort mit einem „Markt durch die Epochen“. Die Veranstalter sind sehr zufrieden, die Besucher strömten auf den Markplatz hinter der Festhalle.

Foto: Andrea Leitfeld

Erlebnisreich, gespickt mit Geschichte und Geschichtchen, mit Informationen zum gegenwärtigen Vereinsleben – und mit manch bemerkenswert-verrückter Idee präsentierte sich die Ortschaft zum 700-Jahre-Festwochenede beim „Markt durch die Epochen“ in einem sehenswerten Festgewand.

Für strahlende Gesichter bei den Organisatoren sorgten die strömenden Besucherscharen, die den Erlebnismarkt eroberten. Die Sorge, „es würde niemand kommen“, die die Wolfshäger bis zum letzten Tag geplagt hatte, war völlig unbegründet. Bereits zum Bürgerfrühstück zur „Halbzeit“ am Sonntagvormittag war allen diese Last vom Herzen gefallen. „Wir sind sehr zufrieden“, konnte Ortschronist Horst Immenroth seine Freude in gar nicht mehr Worte fassen. Frauke Wagner, im historischen Dress einer holden Maid, erinnerte sich noch vage an den Festabend zuvor: „Wir haben gefeiert bis in die Morgenstunden“. Da hatte die Band „Angle Face“ die Festhalle gerockt.

Vielfalt im Programm

Engelsgleich freute sich auch Pfarrer Harald Merz am fürstlich gedeckten Bürger-Frühstückstisch. „Warten Sie. Ich hole fürs Foto noch ein paar Hexen“, sprach der Gottesmann und war in der Menge verschwunden. Ein paar Hexen holen – ja, das ist in Wolfshagen keine Kunst – und sicherlich als Kompliment an die Frauen zu sehen, die mit dem Pastor zu jenem Zeitpunkt an einem Tisch saßen. An den Markständen präsentierte sich das Vereinsleben, auf der Bühne wechselten sich Jagdhorn-Bläser, russische Folklore und New-Orleans-Jazz ab, aber auch bei der Präsentation alter Handwerke wie der Köhlerei und dem Rennofen-Betrieb stand Unterhaltung mit Wissenswertem auf dem Programm. Und mit Katja und Klara ging es tierisch ab: hoch über dem Festplatz, wo Kuhhirte Josef Spahn sein Rotes Harzer Höhenvieh den Festbesuchern zeigte. Für das Foto machte er sie mit dem Blumenschmuck hübsch. „So sind die Damen. Die wollen das so“, schmunzelte er. Ja, tatsächlich. Kuh Katja schien etwas mehr in die Kamera zu lächeln. „Das muss ich aber gleich wieder abnehmen, sonst frisst Klara den Blumenschmuck ab.“ Neid gibt es wohl auch unter Kühen.

Und dann gab es für alle was auf die Ohren: Jene, die ihr vor Schreck verlorenes Gleichgewicht wiedergefunden hatten und der Rauchwolke folgten, trafen auf Kanonier Thomas Meinert und den Bürgermeister der Partnergemeinde Stecklenberg, Georg Baars, im schmucken, blauen Edelmann-Gewand. Aus Freude über die langjährige Schützenfreundschaft zwischen Wolfshagen und Stecklenberg hatten sie die Kanone abgefeuert. „Wir sind gerne gekommen, um mit unseren Freunden zu feiern“, betonte Baars. Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Und der 700. Geburtstag wird sicher für alle unvergesslich bleibe

Quelle: Goslarsche Zeitung
Von:     Andrea Leitfeld
Foto:    Andrea Leitfeld 


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Wolfshagen rüstet sich fürs Spektakel

Wolfshagen. Mit dem Markt durch die Epochen und großem Festprogramm feiert Wolfshagen am Wochenende seinen 700. Geburtstag.

Der Höhepunkt naht. Das kommende Wochenende steht ganz im Zeichen der Wolfshäger Geschichte. Der Ort feiert mit Pauken, Trompeten, historischen Kostümen, viel Musik und zahlreichen Attraktionen seinen 700. Geburtstag. Das große Festwochenende wird mit zünftiger Musik bereits am Freitag, 27. Mai, eingeläutet. Um 19.30 Uhr spielt das 40-köpfige Polizeiorchester in der Festhalle Wolfshagen.

Es ist ein Fest der Bürger. Das wird am Samstag und Sonntag deutliche, wenn sich Vereine, Organisationen, Initiativen und Einrichtungen hinter der Festhalle im Jahnspark präsentieren. Über eine mittelalterliche Weintaverne, eine Strandbude mit Cocktails und Personal in historischer Badebekleidung, ein Kaffee- und Kuchengarten bis zu einem traditionellen Bierzelt und einem Lager Harzer Wildschützen wird allen Geschmacksrichtungen etwas geboten. Anhand von Ausstellungsstücken, Darbietungen und Fotos erfahren die Besucher am Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr im Jahnspark Wissenswertes über Wolfshagen, seine Menschen und seine Geschichte.

Altes Handwerk

Altes Köhlerhandwerk und historisches Gerät der Forstwirtschaft locken ebenso wie Erzabbautechniken, alte Münzprägemaschine und neue Energiegewinnung. Natürlich wird das Harzer Rote Höhenvieh nicht fehlen. Die Wolfshäger Vereine blicken zurück in ihre Geschichte. Auch aus dem Leben des berühmtesten Wolfshäger Sohnes, Heinrich Engelhard Steinweg, dem Gründer der Weltfirma Steinways & Sons, wird berichtet. Handwerksstände ergänzen das Angebot. Ein Kinderzelt gibt es ebenso wie jede Menge Mitmach-Stände.

Im Zelt der Volksbank Nordharz präsentiert sich die Spendenlaufgruppe Nordharz um Rolf Nolte. Rückwärtslauf-Weltmeister Markus Jürgens wird mithilfe eines Laufbandes eine kleine Einführung in seine exotische Sportart geben.

Ein umfangreiches Bühnenprogramm wird die Markt-Besucher unterhalten. Moderiert von Marco Assmann wechseln sich Harzer Folklore, Chor- und Sologesang, Akkordeon, Blasmusik und Fanfaren- und Flötentöne ab. Jazzige Unterstützung liefern die Hildesheimer Roman Street Paraders am Sonntagnachmittag. Zu sehen gibt es zudem ein Puppentheater und die Wolfshäger Hexenbrut in Aktion.

Die Meilerfreunde, die an ihrem Stand frisch geerntete Wolfshäger Holzkohle verkaufen, sind mit einem Schaumeiler vertreten. Daneben wird ein Rennofen präsentiert, um vorzuführen, wie Eisen aus Eisenerz gewonnen wird. Niedersächsische Landesforst, Wölfi-Bad, Fremdenverkehrsverein, Schützengesellschaft, Bürgerverein und viele andere Wolfshäger Einrichtungen sind mit Ständen vertreten.

Party-Time ist am Samstag ab 20Uhr in der Festhalle. Die Band „Angel Face“ heizt allen Besuchern kräftig ein. Für das Konzert und die Party wie auch für das Konzert am Freitag sind Karten im Vorverkauf bei der Tourist-Info, in der Bäckerei Krekel und in der Kur-Apotheke für 10 beziehungsweise 9 Euro und an der Abendkasse für 12 beziehungsweise 11 Euro erhältlich.

Gemeinsames Frühstück

Der Sonntag startet um 10 Uhr mit einem Bürgerfrühstück auf dem Markt. Tische und Bänke sowie Kaffee und frische Brötchen sind vor Ort erhältlich. Alles andere für ein leckeres Frühstück in geselliger Runde wird selbst mitgebracht. Nach einer kurzen Andacht mit Pastor Harald Merz unterhält die Feuerwehrkapelle aus Langelsheim die frühstückende Gemeinschaft und wird durch das Bühnenprogramm später abgelöst.

Während des Marktes durch die Epochen wird eine Fotoausstellung gezeigt. Hierfür zeichnet Dr. Sibylle Schwartze-Eidam verantwortlich. Gezeigt werden in den verschiedenen Zelten Fotos mit unterschiedlichen Themen.

Programmüberblick

Samstag, 28. Mai:

Jan Abraham/Gesang 12 - 12.30 Uhr

Russischer Chor „Irina“ 13 - 13.30 Uhr

Grundschulchor 14.15 - 14.45 Uhr

Jagdhorn-Bläser 14.45 - 15.15 Uhr

Puppentheater 15.15 - 16 Uhr

Sabine Gerbrich (Akkordeon) / Klaus Wiens (Gitarre) 16 - 16.30 Uhr

Russischer Chor „Irina“ 16.30 - 17 Uhr

Fanfaren- und Musikzug 17 - 17.30 Uhr

Wolfshäger Hexenbrut 17.30 - 18.15 Uhr

Sonntag, 29. Mai:

Andacht mit Pfarrer Harald Merz 10 - 10.10 Uhr

Feuerwehrkapelle/Bürgerfrühstück mit Musik 10.10 - 12.30 Uhr

Wolfshäger Hexenbrut 12.45 - 13.30 Uhr

Roman Street Paraders / New Orleans Jazz 13.45 - 14.15 Uhr / 1 5.30 - 16 Uhr / 17 - 18.15 Uhr

Harzer Brauchtumsgruppe aus Neustadt/Osterode 14.45 - 15.15 Uhr / 16.30 - 17 Uhr

Quelle: Goslarsche Zeitung 
Von:     Jörg Ciszewski


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Mit großen Schritten in die Vergangenheit

Wolfshagen/Döhren. Von Freitag bis Sonntag, 27. bis 29. Mai, feiert Wolfshagen mit einer dreitägigen Party seinen 700. Geburtstag – und Döhren half kräftig dabei, die Akteure richtig in Szene zu setzen.

Ein historisches Glanzstück wird der „Markt durch die Epochen“ auf der Wiese hinter der Festhalle sein. Die Vorbereitungen laufen derzeit überall auf Hochtouren – und so führten die letzten Schritte eines emsigen Vorbereitungsteams um Bürgermeister Burkhard Pahl und Ortschronist Horst Immenroth am Mittwochnachmittag gar auf einen dunklen Dachboden – den der ehemaligen Döhrener Grundschule.

Dort, drei Treppen hinauf unterm Dach, lagern unter der sicheren Verwahrung von Edeltraud Miethe150 historische Kostüme: Landsknechte, Kutscher, Bauersleute, Marketenderinnen und Edelfrauen – aber auch 30 Kinderkostüme, die von den Groß Döhrenern einst zur eigenen 1000-Jahr-Feier im Jahr 2000 angefertigt wurden. „Elf Frauen schneiderten damals zwei Jahre lang, jeden Mittwochabend“, erinnerte die 79-jährige Edeltraud Miethe mit leuchtenden Augen an das Projekt. „Erst wollten wir nur die Kostüme für unser Theaterstück nähen, dann kamen immer weitere Anfragen von den Umzugsteilnehmern. Wir haben die Nähmaschinen erst einen Tag vor dem Fest ausgeschaltet“, schmunzelte Miethe über das eingebrachte Herzblut.

Kostümprobe 700 Jahre Wolfshagen

Zu jedem historischen Kostüm könnte sie eine Geschichte erzählen, wer es trug, woher der Stoff stammt oder sogar, wer es genäht hat. Bei vielen Festen und Ritterspielen in der Region waren die Groß Döhrener Kostüme bereits zu sehen. „Sogar die Stadt Goslar hat die Kostüme zweimal für den Hansemarkt ausgeliehen“, erzählte Miethe stolz. Das Ausleihen der Kostüme gegen einen kleinen Obolus dient dabei keineswegs der Re-Finanzierung der 1000-Jahr-Feier oder der Näharbeiten. „Es geht immer mal was kaputt oder kommt verschmutzt zurück.“ Das werde von den Einnahmen dann wiederaufgearbeitet.

Und mindestens so fröhlich wie das bevorstehende Fest erlebten die angehenden „Mägde“ und „Knechte“ aus der mittelalterlichen Wolfshäger „Wein-Taverne“ (Bürgerverein und Fremdenverkehrsverein) die Modenschau der Kostümanprobe auf dem dämmerig-dunklen Dachboden. Und so kommt schließlich „Landknecht Siegfried“ im goldenen Zwirn von Tillys-Truppen daher, „Burkhard, der Edle“ mutierte zum Kutscher und Antje wird zur Edelfrau. „Sehr chic. Das war mal der Vorhangstoff meiner Schwiegermutter“, kommentierte Edeltraud Miethe das blaue Kleid. Kurt I., der künftige Kaiser, ist nicht anwesend. Ihm wird das kleidsame Kostüm im heimischen Wolfshagen überreicht. „Ich freue mich, dass ich helfen kann“, gestand Edeltraud Miehe ihre Freude an solchen historischen Veranstaltungen.

Quelle: Goslarsche Zeitung 
Von:     Andrea Leitfeld
Foto:    Andrea Leitfeld 

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Wolfshagen. Mit einem ebenso faszinierenden wie gelungenen Festwochenende haben die Wolfshäger, gemeinsam mit zahlreichen Gästen, den Auftakt ihres Festjahres gefeiert.

Füllten am Freitagabend der Festakt mit klangvoller Klaviermusik am Steinway-Flügel zum 700-jährigen Bestehen des ehemaligen Köhlerdorfes die Festhalle, so folgte am Samstag der ebenfalls ausverkaufte, stimmungsvolle Festball mit der Dresdener Partyband „Nightshine“.

Man muss die Feste eben feiern, wie sie fallen, lautet die bekannte Devise der so daueraktiven Wolfshäger Bürger. Ortsheimatpfleger Horst Immenroth klärte als Verfasser der Ortschronik darüber auf, dass 1316 die erste urkundliche Erwähnung einer Ortschaft mit Namen Wulfeshagen in den Urkunden des Herzogs von Braunschweig auftaucht, historische Fundstücke aber für einen deutlich früheren lokalen Siedlungsbeginn, möglicherweise schon in der Steinzeit, sprächen. Das emsige Schaffen und die bemerkenswerte Gemeinschaft blieb den Wolfshägern bis in die Gegenwart erhalten, freute sich allen voran Ortsbürgermeister Burkhard Pahl über die tolle Beteiligung alle Vereine der Ortschaft. Sie hätten sich nicht nur frühzeitig in die Festvorbereitungen des Ortsrates eingebracht, um ein schönes Festprogramm zu ermöglichen, sondern auch mit Ideen, Zusammenhalt, Engagement und starken Vereinsstrukturen das Gemeinschaftsleben im Harzort in all den Jahren gefördert.

Das ausgesprochene Lob und der Dank wiederholten sich beständig in den folgenden Grußworten geladener Honoratioren, von denen jeder seine eigenen Erinnerungen einbrachte: Wolfshagen habe nicht nur (Köhler-)Tradition, sondern auch Zukunft, erinnerte Staatssekretär Stephan Manke an den Kurort als Ausgangspunkt für viele schöne Wanderungen, aber auch an die zwei Siege im Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, die durch eine gute Platzierung im Bezirk und einem Anerkennungspreis auf Landesebene noch gekrönt wurden. Auch für Landrat Thomas Brych hatte Wolfshagen „schon immer seinen Reiz“: Aufgewachsen im Nachbarort Juliushütte kam in Brychs Kindheit der Eismann aus Wolfshagen. „Das war einfach toll“, füllte er den Festakt mit dieser wundervollen Erinnerung.

„Aus Nachbarschaft ist Freundschaft geworden“, gratulierte auch Ingo Henze, Bürgermeister der Stadt Langelsheim, mit Erinnerungen. So war es in seiner Jugend für ihn als Langelsheimer nicht ungefährlich, zum Schützenfest nach Wolfshagen zu kommen. „Aber Keile habe ich hier niemals bezogen“, beschwichtigte er schmunzelnd.

Mit der Gebietsreform von 1972 wurde „Wolfshagen im Harz“ zum zweitgrößten Stadtteil der Stadt Langelsheim. Rückblickend sei dies der richtige Schritt gewesen, erinnert Pahl an damalige Überlegungen, die Kurorte Wolfshagen am Harz, Lautenthal, Hahnenklee, Wildemann und Bad Grund zu einer Gemeinde zusammenzuschließen. „Wer weiß, wie es dann aussehen würde“, dankte er mit dem Blick auf Langelsheim.

Musikalisch gestaltet wurde der Festakt von Katharina Sellheim und Christian Zimmer, die vierhändig am Wolfshäger Steinway-Flügel spielten. Karl-Josef Tielke, Präsident vom Europäischen Köhlerverein, dankte für die Pflege der Identität als Köhlerdorf. Dr. Albrecht von Kortzfleisch bereicherte den Abend mit seinem Festvortrag „Wolfshagen, ein Köhlerdorf zwischen Tradition und Brauchtum“.

Quelle: Goslarsche Zeitung
Von:     Andrea Leitfeld

 

 

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